Yoga? - Fragen und Antworten

Yoga, ein Weg zu Ruhe und Gelassenheit, entstand in Indien. Es gehört zu den sechs wichtigsten indischen Denkweisen, die darshanas genannt werden. Das Wort Yoga stammt von der Sanskrit-Wurzel yuj, das man unter anderem mit den Wörtern ‚verbinden’ und ‚vereinen’ übersetzen kann.

Warum so viele Menschen über Yoga sprechen?

Immer mehr Menschen interessieren sich für Yoga, in den Medien beschreiben zum Beispiel Schauspieler, Sportler und auch Geschäftsleute Yoga als ihre Kraftquelle und ihren Jungbrunnen. Einige Ärzte empfehlen ihren Patienten Yoga zur Unterstützung der Heilung oder zum Stressabbau.
Auch für Schwangere ist Yoga eine Möglichkeit die Schwangerschaft und die Geburt bewusst und aktiv zu erleben

Was ist eigentlich dran am Yoga?

Auf den ersten Blick wirkt Yoga wie Gymnastik oder eine sportliche Herausforderung, die unseren Körper fit hält. Doch Yoga wirkt anders - tiefgreifender. Durch die kräftigenden Übungen werden wir einerseits körperlich und geistig gestärkt,anderseits auch entspannter und ruhiger.

Yoga – die Basis für Gesundheit und Harmonie

Yoga ist sicherlich die älteste Lehre, die Körper und Geist als eine Einheit betrachtet. Er hat seinen Ursprung im fernen Osten, in Indien. Schon seit mehr als 3500 Jahren beschäftigen sich die Yogis mit den körperlichen und geistigen Problemen der Menschen, sie suchen einen Weg, der zu Wohlbefinden und seelischer Freiheit führt.

Unter den vielen Yoga-Wegen hat der Hatha-Yoga die größte Verbreitung im Westen gefunden. HA bedeutet Sonne, THA bedeutet Mond. Der Hatha-Yoga ist eine Praxis, die die gegensätzliche Energien vereint und im Gleichgewicht hält. Durch Körperhaltungen, asana genannt, kombiniert mit Atem und Konzentration, beeinflusst Yoga den Menschen auf positive Weise: Der Bewegungsapparat wird geschmeidiger, die Muskeln werden gestärkt und die Funktion der inneren Organe wird verbessert. Yoga beeinflusst auch das Nervensystem.

Gerade das brauchen wir eigentlich alle – jung oder alt -  denn die Belastungen des Alltags, Termin- und Leistungsdruck, Arbeitsüberlastung und Konflikte können bei vielen Menschen auch schon in jungen Jahren zu körperlichen oder seelischen Beschwerden führen.

Beim Praktizieren des Yoga erfährt man, wie Körper und Geist zusammen wirken und schon in recht kurzer Zeit nimmt man spürbare Veränderungen wahr: Die körpereigenen Heilkräfte werden geweckt und stabilisiert.

Yoga kennt keine Altersgrenzen, das Üben ist jedem möglich.

Kraft schöpfen aus dem tiefen Atem

Die Atmung ist ein wesentlicher Bestandteil des Yoga. Nur wenn wir tief und entspannt atmen, wird unser Körper mit dem lebenswichtigen Sauerstoff optimal versorgt. Durch die Atemübungen, die die Yogis pranayama nennen, werden wir uns des Atems bewusst, der Atem selbst wird tiefer und ruhiger, was wiederum zu geistiger Ruhe und Gelassenheit führt. Der Atem ist sozusagen das Tor zur Seele.

Mit der Yoga-Atmung können wir Energie schöpfen und auch gezielt auf gesundheitliche Probleme einwirken. Unsere Leistungsfähigkeit, Ausgeglichenheit und Konzentration werden gesteigert.

Yoga ist ein spiritueller Weg: Unser wahres Wesen wird uns immer bewusster – eine sanfte Begegnung mit uns Selbst.